Caffenol-C-L Test

Obwohl ich noch nicht viele Filme entwickelt habe, bin ich ein Freund der Standentwicklung. Dies hat zwei einfache Gründe. Meine Entwicklerdose von Ebay (Paterson System 4, altes Modell) ist nicht wirklich dicht. Somit läuft mir ständig beim Kippen die Brühe über die Hände. Weiterhin spart man sich einfach etwas Zeit, wenn man nicht 15min neben der Dose sitzen muss, um sie jede Minute zu bewegen. Mit Rodinal hatte ich bereits Standentwicklung ausprobiert, nun wollte ich dies auch mit Caffenol-C testen.Falls möglich mache ich meinen ersten Versuch beim Testen immer mit einem Farbfilm aus der Drogerie. Dies ist gegenüber einem S/W-Film unschlagbar billig. Dies war auch bei Caffenol-C-L der Fall. Die Aufnahmen entstanden mit einem DM Paradies ISO200 Film und einer Olympus XA2 Kompaktkamera.

Das Rezept entsprach den Angaben von Reinholds Caffenol Blog. Aus Sicht der Entwicklung würde ich sagen, dass alles gut funktioniert hat. Trotz fehlender Bewegung der Dose (außer 10mal initial Kippen) konnte ich keine ungleichmäßige Entwicklung erkennen.

In Gesamtheit betrachtet ist das Ergebnis so, wie man es von einem Farbfilm in S/W-Chemie entwickelt erwarten kann. Der Kontrast ist flau und das Korn deutlich sichtbar und nicht wirklich schön. Dennoch waren auf dem Film einige Bilder, die sich nach meiner Meinung sehen lassen können. Dies sind allesamt Nachtaufnahmen (bei EI400), die durch die Leuchten und die Dunkelheit einen hohen Kontrast aufweisen. Beachtlich finde ich die Schattenzeichnung in den Bildern, das hätte ich von dem Film ehere nicht erwartet. Teilweise sind die Bilder etwas unscharf, da ich aus der Hand fotografiert hatte.

Für die Paterson Dose benötige ich nur 300ml Entwickler. Somit musste ich 0.3g Kalium-Bromid abwiegen. Trotz meiner Feinwaage war dies kein leichtes Unterfangen. Eventuell versuche ich zukünftig mit einer KBr Stammlösung zu arbeiten, so dass ich einfach ein Teil des Wasser durch das nötige Volumen der Stammlösung ersetze.